Georgien – Abenteuerreise von Kasbegi nach Tuscheti

Mit dem Mountainbike über die höchsten Pässe der Kaukausberge. Von der neu erbauten Alithut am Fuße des Berges Kazbek, führt der Weg über zahlreiche Hochgebirgspässe bis in den Tuscheti Nationalpark und wieder zum Ausgangspunkt in Tbilisi. Mit der Unterstützung von Pferden, die abschnittsweise (natürlich nur bergauf …) unser Gepäck und die Bikes tragen, erleben wir die einsame Bergwelt Georgiens. 

Einsamkeit pur

Der Norden und die nordöstlichen Regionen Kasbegis und Tuscheti sind eine der letzten wirklich wilden Bergregionen Europas. Nahe der russischen Grenze, zu den Gebieten Dagostan und Tschetschenien, ist das Leben auf ein Minimum beschränkt: man hütet Schafe oder lebt vom Tourismus. Trekking, Wandern und Bergsteigen ist beliebt und ein weites Netzwerk an Wanderwegen steht auch Mountainbikern zur Verfügung. Stets begleitet von der atemberaubenden Bergkulisse mit Gipfeln jenseits von 4.000 m Seehöhe, erklimmst du Tag für Tag auf deinem Weg von Westen gen Osten einen weiteren Pass und einen Singletrail bergab. 

AltiHut

Unweit des Gergeti-Gletschers liegt die kürzlich neu erbaute AltiHut auf 3.014 m Seehöhe. Die Anreise von Tbilisi und der Aufstieg von Stepandzminda wird mit einem gewaltigen Fernblick und Abendessen belohnt. Mit dem Bau der Hütte möchte man sich dem Bergtourismus in Georgien weiter öffnen – und es war allerhöchste Eisenbach, am Fuße des Kasbeks (5.504 m) eine ordentliche Unterkunft zu errichten.  Bei einer sternenklaren Nacht lohnt sich das Aufbleiben – die Milchstraße wirst du noch nie so klar wahrgenommen haben wie hier. Am nächsten Morgen nehmen wir wieder Abschied von den Flanken des erloschenen Vulkankegels und ein technisch anspruchsvoller Singletrail nach Stepandzminda wartet auf dich. 

Ein Pass nach dem anderen

Die darauffolgenden Tage können kaum abwechslungsreicher sein. Auf dieser Abenteuerreise gelangen wir in sehr entlegene Gebiete im Norden Georgiens. Zahlreiche Pässe erwarten uns – manche davon sind über Bergstraßen erreichbar, andere wiederum nur zu Fuß auf Wanderwegen. Bergab sind wir an vier Tagen ausschließlich auf Singletrails unterwegs. Um diese zu erreichen, ist auch mal ein ganzer Tag zu Fuß im Programm – die Distanzen in Georgien sind weit und nicht zu unterschätzen. Doch auch wenn es bergab mal „nur“ entlang der Bergstraßen geht, so sind auch diese spektakulär und bergen jede Menge Spaß. Eine georgische Bergstraße ist nicht mit einer einheimischen Forststraße zu vergleichen …

Am legendären Chaukhi Pass auf 3.341 m kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Die sieben scharfen Gipfel formen ein natürliches Amphitheater – und am Weg zurück ins Tal laden zahlreiche Bergseen zu einer Abkühlung ein. Am Ende des Tages nächtigen wir in einem mittelalterlichen Fort im Dorf Shatili, nahe der russischen Grenze. 

Unterkünfte

Unsere Unterkünfte im Kaukasus sind einfach: Gästehäuser oder Zelte. Die touristische Infrastruktur in den Bergdörfern ist auf das notwendigste beschränkt. Ein einfaches Bett, leckere Haute-Cuisine des Ostens und Gastfreundschaft. Was will man mehr. Die Betten sind teils nur auf Holzbrettern ausgelegte Matratzen – doch mit der Anstrengung der Tage, in Kombination mit der Höhe, wirst du schlafen wie ein Baby … 

In Tbilisi nächtigen wir in einem Hotel – der Kontrast zu den Tagen im Norden ist groß. Auch das hektische Treiben in dieser kulturell so vielfältigen Millionenstadt wird dich schlichtweg umhauen. Die Altstadt ist wunderschön und es gibt zahlreiche kleine, verwinkelte Gassen mit Sehenswürdigkeiten. Wenn du ein paar Tage dranhängst, so empfiehlt sich auch eine Wanderung zur Statue oberhalb der Stadt, die „Mutter Georgiens“, oder ein Besuch im Spa.

Eindrücke von Joey Schuslers Überschreitung

Joey Schusler hat vor einigen Jahren den Atsunto Pass in Angriff genommen. Auf seinen Spuren erkunden wir die Region nun selbst. Hier ein Einblick in sein Abenteuer:

Wo sind wir unterwegs ...

  • Tag 1: Anreise nach Tbilisi und gemeinsames Abendessen mit unseren Guides. Diese holen dich am Flughafen ab und bringen dich in das Hotel. Dort kannst du auch deinen Bikekoffer für die nächsten 10 Tage lassen. Beim Essen lernst du deine Guides kennen und wirst über die bevorstehende Woche gebrieft.
  • Tag 2: Der Tag beginnt mit einer 3-4 stündigen Autofahrt nach Stepandzminda im Norden. Unterwegs halten wir am Ananuri-Kloster und am Zhinvali Damm an. Über den Jvari Pass führt uns der Weg weiter in die Berge um schlussendlich in die Mtskheta-Mtianeti Region zu gelangen. Von hier beginnt der Aufstieg zur Altihut auf 3.014 m Seehöhe. Wir packen unser Gepäck und die Bikes auf die Pferde und marschieren für etwas drei Stunden bergauf. Nach einem Abendessen hoffen wir auf klares Wetter um die Milchstraße bestaunen zu können.
  • Tag 3: Nach einem reichhaltigen Frühstück auf der modernen alpinen Schutzhütte begrüßt uns ein äußerst technischer Singletrail zurück nach Stepandzminda. Voll gepackt mit Spitzkehren, steinigen und wurzeligen Passagen und Sprüngen. Mittagessen gibt's im Ort, bevor es über Bergstraßen weiter zum Zeta Camp in Chaukhi geht.
  • Tag 4: Wir starten mit einer gemütlich ansteigenden Singletrail-Tour hinauf ins Chaukhi-Tal. Zahlreiche Flüsse müssen gequert werden bevor wir unsere Räder wieder auf die Pferde verladen. Nach dem Anstieg zum Chaukhi Pass auf 3.341 m führt ein atemberaubender Trail ins Roshka Tal, vorbei an mehreren grün und blau schimmernden Bergseen. Eine Abkühlung ist hier garantiert.
  • Tag 5: Wir verlassen Roshka auf Bergstraßen um über diese zum Datvis Jvaris Pass auf 2.689 m zu gelangen. Auch bergab sind wir heute auf Bergstraßen unterwegs - in zahlreichen Kurven schlängelt sich die Straße runter nach Shatili, nahe der russischen Grenze. Doch keine Sorge, sogar diese Bergstraßen sind lustig zu fahren und weit entfernt von langweilig. Wir nähern uns den hohen Bergen der Grenze zu Russland, das Panorama ist einzigartig. Die Nacht verbringen wir in einem Gästehaus in der mittelalterlichen Stadt Shatili.
  • Tag 6: Heute wird ein anstrengender Tag. Wir sitzen nicht am Bike, sondern machen uns zu Fuß mit den Pferden auf den langen Anstieg zum Atsunto Pass auf 3.431 m. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Basecamp am nördlichsten Ende Georgiens mit beeindruckenden Ausblicken in die hohe Bergwelt des Kaukasus. Vermutlich brauchen wir heute unsere Reisepässe, da wir uns nahe der Grenze zu Tschetschenien befinden. Die Nacht verbringen wir in Zelten, etwas unterhalb des Atsunto Pass.
  • Tag 7: Das Highlight deiner Abenteuerreise! Wir gehen das letzte Stück hoch zum Atusunto Pass - nach einer Pause beginnt die vier- bis fünfstündige Abfahrt auf Trails in das Pirikiti-Alazani Tal. Auch heute nächtigen wir in Zelten im Tal in Tuscheti.
  • Tag 8: Rasttag. Wir folgen der Bergstraße das Tal auswärts nach Dartlo und genießen ein Lagerfeuer am Fluss. Für alle Motivierten und Fitten gibt's auch hier viel zu tun - unsere Guides sind gerne bereit, mit dir die Gegend auf den Bikes zu erkunden. Direkt hinter dem Ort gibt es die Möglichkeit für ein kleines Bike and Hike Abenteuer. Die Nacht verbringen wir in einem urigen Gästehaus in Dartlo.
  • Tag 9: Wir beladen die Pferde und machen uns auf den Weg zum Oratskeri Pass. Die Abfahrt führt entlang des Pirikita Alazane Tales über einen Rücken zum Gheli Pass. Dort warten unsere Fahrzeuge (echte Autos, keine Pferde) um uns in die sehenswürdige Stadt Omalo zu bringen. Die alte Festung und die kleinen Cafés laden zum Spaziergen ein. Wir nächtigen in einem einfachen Gästehaus.
  • Tag 10: Die Autos werden beladen und eine mehrstündige und spektakuläre Fahrt auf den Abano Pass beginnt. Diese Straße zählte lange zu einer der gefährlichsten und atemberaubendsten (im wahrsten Sinne des Wortes) Bergstraße der Welt. Und die Abfahrt auf selbiger zurück nach Telavi und Tbilisi ist nicht weniger aufregend. Das letzte Stück bewältigen wir wieder mit den Autos bis zurück nach Tbilisi, wo wir gemeinsam bei einem Abendessen in der Millionenstadt die letzten 10 Tage Revue passieren lassen.
  • Tag 11: Zeit für Sightseein in Tbilisi. Plane deinen Abflug am besten später am Nachmittag ein oder verbringe überhaupt noch ein paar Tage in Tbilisi. Es zahlt sich aus. Transfer zum Flughafen je nach Abflugszeiten.

Die Tage sind lang und wir müssen früh aufstehen um das jeweilige Pensum bewältigen zu können bzw. auch Puffer für etwaige Reparaturen zu haben.

Inkludierte Leistungen

  • 10x Übernachtung in Hotels in Tbilisi bzw. auf Hütten und in Camps im Kaukasus
  • Vollpension während der Tage im Kaukasus, nur Frühstück in Tbilisi zu Beginn und am Ende der Reise
  • Transfer von Tbilisi nach Stepandzminda zum Start der Abenteuerreise und Rücktransfer von Tuscheti nach Tbilisi
  • Geführte Biketouren durch ausgebildete, lokale Mountainbike-Guides
  • Unterstützung durch Lastenpferde lt. Programm

Nicht inkludiert

  • individuelle An-/Abreise nach/von Tbilisi
  • Abendessen in Tbilisi
  • Getränke während der gesamten Reise
  • zusätzliche Aktivitäten am Rasttag in Dartlo

Die Trails im Kaukasus sind wild und natürlich. Viele schroffe Steine, loses Geröll und hohe Absätze erwarten dich. Du solltest dich im Schwierigkeitsgrad S2 zuhause fühlen und auch Lust auf zahlreiche Passagen in der Schwierigkeit S2/S3 haben. Manchmal ist hier tüfteln angesagt. Die Anstiege am Bike sind moderat, doch du solltest auch ausreichend Kondition für lange Wanderungen bergauf (bis zu 1.000 Hm) mitbringen. Der Gesamtanspruch dieser Abenteuerreise ist hoch, täglich gibt es neue Herausforderungen zu bewältigen.

Tbilisi ist von Wien und München gut mit einem Direktflug von Georgian Airways zu erreichen.

Wir können aktuell nur davon abraten, über die Ukraine oder die Türkei zu fliegen. Einerseits aufgrund der Sicherheitslage in diesen Ländern, andererseits weil die Zeit zum Umsteigen bei den Zwischenlandungen sehr knapp bemessen ist. Das führte leider schon paar mal dazu, dass die Bikes nicht pünktlich in Georgien ankamen.

Gewartetes und voll funktionstüchtiges Fully mit mind. 140 mm ist empfehlenswert. Helm, Handschuhe und Sonnenbrille sowie Knieprotektoren sind Pflicht. Nimm auch ausreichend passende Ersatzteile für dein Bike mit - wir haben nur in Tbilisi die Möglichkeit, Ersatzteile zu kaufen. Im Kaukasus gibt es keine Infrastruktur. Unsere Partner-Agentur vor Ort hat auch ausreichend Leihbikes von Scott oder Specialized zur Verfügung. Grundsätzlich empfehlen wir aber, das eigenen Bike mitzunehmen - wenn du allerdings ohne schwerem Gepäck reisen möchtest, gib uns Bescheid. Wir finden bestimmt das passende Bike für dich.

Details und weitere Informationen erhältst du nach erfolgter Anmeldung.

Keine weiteren Termine in diesem Jahr geplant. Für individuelle Termine schreibe eine Mail an office@bikefex.at

Anmeldeschluss

Anmeldeschluss zu all unseren Reisen ist - wenn nicht anders angegeben - vier Wochen vor Reisebeginn. Zu diesem Zeitpunkt wird auch entschieden, ob die Mindest-Teilnehmerzahl erreicht ist und die Reise zustande kommt oder wir sie absagen müssen.

Informationen zum Reiserücktritt aufgrund der Corona-Situation

Die Situation um COVID-19 unterliegt laufenden Veränderungen. Bitte beachte stets die aktuell gültigen Einreise- bzw. Aufenthaltsbestimmungen. Voraussetzung für den Versicherungsschutz bei COVID-19 ist, dass die für die geplante Reise notwendigen Erfordernisse für Verlassen des Wohnortes, Einreise, Transport oder Unterbringung (insbesondere ausreichende Impfung oder Immunisierung) erfüllt sind, da die Reise sonst gar nicht durchgeführt werden dürfte.

Konkret bedeutet das für dich

Für alle aufrechten Versicherungsverträge und Neuabschlüsse gewährt die Europäische Reiseversicherumg im Ausmaß (Leistungsumfang und Versicherungssummen) des jeweils gewählten Versicherungsproduktes folgende Deckung:

Stornokosten für den Fall, dass du als versicherter Kunde die Reise nicht antreten kannst,

  • weil du oder eine gleichwertig versicherte mitreisende Person an COVID-19 erkranken oder einen positiven PCR-Test haben,
  • weil ein naher Angehöriger (*) oder eine im gemeinsamen Haushalt lebende Person an COVID-19 erkrankt und deine dringende Anwesenheit erforderlich ist, (*) Als Angehörige gelten Ehepartner (bzw. eingetragener Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt lebender Lebensgefährte), Kinder (Stief-, Schwieger-, Enkel-, Pflege-, Adoptiv-), Eltern (Stief-, Schwieger-, Groß-, Pflege-, Adoptiv-), Geschwister, Stiefgeschwister und Schwager/Schwägerin der versicherten Person – bei eingetragenem Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt lebendem Lebensgefährten zusätzlich dessen Kinder, Eltern und Geschwister.
  • weil du entsprechend den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen als Kontaktperson zu einer COVID-19-positiven Person mittels eines behördlichen Absonderungsbescheides unter Quarantäne gestellt wirst.

Kein Versicherungsschutz besteht hingegen,

  • wenn du die Reise nicht antreten willst, weil du eine Quarantäne am Heimatort bei Rückreise oder bei Anreise ins Zielgebiet vermeiden möchtest,
  • wenn du die Reise nicht antreten willst, weil du dich aufgrund steigender Fallzahlen am Urlaubsort Sorgen um eine Ansteckung machst,
  • wenn ein Leistungsträger (Hotel, Fluglinie, etc.) seine Leistungen nicht erbringen kann (z.B. wegen Lockdown) und deswegen die Reise abgesagt wird.

Weitere Details zu den aktuellen Bedingungen findest du hier.

Weitere Eindrücke